FuPa berichtet über unsere Jahresabschlussfeier 2019

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Zuletzt aktualisiert am 08. Januar 2020
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Ehre, wem Ehre gebührt

In Zeiten in denen schon Amateurfußballer in den untersten Spielklassen aberwitzige Gehälter und Prämien beziehen, ist es heutzutage kaum noch denkbar, dass ein Spieler ein Leben lang seinem Heimatverein treu bleibt. Doch diesmal zeigt ein Verein aus dem Wiesbadener Fußballkreis, dass es auch anders geht - und zwar handelt es sich um den SV Frauenstein 1932, der auf seiner Jahresabschlussfeier 2019 mehrere Mitglieder durch ihre jahrzehntelange Vereinstreue ehrte. Thomas Küpper (1. Vorsitzender) spricht mit uns über die Jubilare, die aktuelle Fluktuation im Fußball und über die Zukunft des Kreisoberligisten.

Auf seiner diesjährigen Jahresabschlussfeier ehrte der SV Frauenstein 1932 e.V. verdiente Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein. So wurden Stefan Schneider und Jochen Wald für 50 Jahre, Arno Gaschott und Heinz Hofmann für 65 Jahre sowie Erich Ott, Hans Ott, Bernd Haas und Siegfried Bothe für 70 Jahre (!) treue Mitgliedschaft beim SV Frauenstein 1932 e.V. geehrt. Leider nicht anwesend waren die Jubilare Tim Mernberger, Oliver Werner, Freddy Skrzypczak (alle 25 Jahre Mitglied), Willi Diehl (über 50 Jahre Mitglied), Karl Herborn (65 Jahre Mitglied) und Josef Schüttler (70 Jahre Mitglied).

Vom Ehrenspielführer bis zum Bundesliga-Schiri

Insgesamt drei Generation konnte der heutige Kreisoberligist an seiner Abschlussfeier begrüßen dürfen. Thomas Küpper, seines Zeichens 1. Vorsitzender des SV Frauenstein, stellt uns einige Jubilare etwas genauer vor: „Mit Stefan Schneider haben wir beispielsweise einen ehemaligen Spieler geehrt, der trotz Wohnsitz in Dortmund immer noch bei uns in Frauenstein vorbeischaut. Das ist schon bemerkenswert.“ Des Weiteren zeichnete man mit Arno Gaschott und Karl Herborn zwei leidenschaftliche Referees aus: „Arno ist einerseits unser Ehrenspielführer und außerdem eine Linienrichter-Legende für uns. Karl ist im Gegensatz dazu als Hauptschiedsrichter tätig gewesen. Meines Wissens nach hat er sogar Spiele in der 2. Bundesliga geleitet.“ Gleichermaßen hatte der SVF-Präsident noch lobende Worte für Heinz Hofmann übrig: „Er gehört zu denen, die auch ehrenamtlich Hand anlegen. Heinz kümmert sich bei uns um die Sponsoren. Wir dürfen froh sein, solche Menschen in unseren Reihen zu haben.“

Zu hohe Fluktuation im Allgemeinen

Im heutigen Zeitalter ist es fast schon ein Wunder, dass man einem Verein so lange treu bleibt, das sieht auch Thomas Küpper so: „Heute hängen die jungen Leute einfach ein bisschen in der Luft. In der Zeit zwischen Schule und Ausbildung suchen die Spieler oftmals nach einer Geldquelle und manche Vereine bieten es den Jungs halt an, bis der Geldhahn irgendwann nicht mehr fließt. Dazu gründen sich jährlich neue Verein, aber von Ehrenämtern wollen die meisten erst gar nichts wissen.“ Beim SV Frauenstein gibt es zwar auch diese Probleme, aber nicht in diesem Ausmaß: „Mit Kevin McMillen und Basti Röther sehe ich zukünftige Ehrenamtler vor mir. Die Kerle sind immer da. Ob sie jedoch ein stabiles Umfeld schaffen könnten, ist bei der aktuellen Generation leider noch fraglich.“

Vieles, was den Nachwuchs abschreckt

Nichtsdestotrotz versteht der Frauenstein-Präsident auch die Gegenseite: „Als Vereinsverantwortlicher braucht man ja fast schon eine Ausbildung in rechtlichen Themen. Man wird heutzutage für jede bürokratische Kleinigkeit bestraft, was noch mehr Papierkram für Vollzeit arbeitende Menschen bedeutet. Klar muss es regeln geben, aber viele Kleinigkeiten schrecken junge Leute von einem Ehrenamt ab.“ Beim SVF lebe man jedoch nach dem Motto „ein Ort, ein Team, ein Verein“, verdeutlichte der 56-jährige Frauensteiner abschließend im Hinblick auf die Auszeichnungen der Mitglieder.  

Unsere Jubilare gemeinsam mit dem Vorstand auf der diesjährigen Jahresabschlussfeier. v.l.n.r.: Geschäftsführer Stefan Ott, Jochen Wald, Arno Gaschott, Stefan Schneider, Hans Ott, Jugendleiter Jean-Pascal Arnold, Siegfried Bothe, 2. Finanzvorstand Beate McMillen, Bernd Haas, Heinz Hofmann, Igor Josimov, Erich Ott, 1. Vorsitzender Thomas Küpper

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