
SV Frauenstein 1932 e.V. : FT Wiesbaden 1896 II 3:2 (0:0)
Nach der unglücklichen 4:5-Niederlage im letzten Spiel gegen Freudenberg gab es am Wochenende im einem ähnlich spannenden Spiel einen verdienten Sieg als Geburtstagsgeschenk für Trainer Petr, bei dem die Gäste allerdings zunächst mehr vom Spiel hatten und intensiver nach vorne spielten. Die Freien Turner erspielten sich in der ersten Halbzeit eine Reihe von Chancen, kamen zu erfolgsversprechenden Abschlüssen und beherrschten in einer Reihe von Phasen das Mittelfeld. Die Frauensteiner Gastgeber konnten sich zwar immer wieder befreien und wurden dann vor allem über die rechte Seite gefährlich. Die beste Chance war allerdings eine Standardsituation als Mirac in der Mitte der ersten Halbzeit mit einem prima geschossenen Freistoß aus 20 Metern nur die Latte traf. In der darauffolgenden Zeit erspielten sich die Freien Turner jedoch ein erneutes Übergewicht und obwohl der Führungstreffer mehrfach in der Luft lag, wollte er einfach nicht fallen, auch weil immer entweder ein Frauensteiner Bein dazwischen war, Maurice im Tor die Bälle abwehren konnte oder knapp am Frauensteiner Tor vorbei geschossen wurde.
So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabine, aus der die Frauensteiner nun besser herauskamen als ihre Gäste. Das Mittelfeld konnte besser und schneller überbrückt werden und die Chancen häuften sich aus Sicht der Gastgeber. Allerdings sprang auch hier zunächst nichts Zählbares heraus, die Frauensteiner agierten zunächst ähnlich unglücklich vor dem gegnerischen Tor wie die Gäste in der ersten Halbzeit und gleichzeitig gelang es den Freien Turnern auch immer wieder mit schnellen Kontern ihrerseits gefährlich vor das Frauensteiner Tor zu gelangen.
Die Wende des Spiels brachte dann ein Foul gegen Vincent im Gäste-Strafraum gegen das sich der Linienrichter der Freien Turner derart intensiv beschwerte, dass er ersetzt werden musste. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nikita nervenstark und sicher zum 1:0. Die Euphorie über den Führungstreffer führte jedoch dazu, dass das Mittelfeld wieder aufgegeben wurde und die Gäste vier Minuten später den Ausgleich erzielten: Nach einem zentralen Schuss im Sechzehner wehrte Maurice zwar nach außen ab, aber dort stand ein ungedeckter Gäste-Spieler, der zum Ausgleich einnetzen konnte. In der Folge hatten die Freien Turner, motiviert durch ihr Tor wieder Übergewicht und drohten, das Spiel zu kippen, bis durch einen tollen Konter und einem Pass aus dem Mittefeld auf Nikita in halblinker Position am Sechzehner, dieser mit einer prima Einzelleistung das 2:1 erzielen konnte. In der Folge kam es aber zu vielen groben Ungenauigkeiten im Passspiel der Frauensteiner und wieder wurden diese mit dem Ausgleich bestraft. Wieder stand ein Freier Turner frei und konnte mit einem sehenswerten Schuss, unhaltbar für Maurice, das 2:2 erzielen. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt 64 Minuten alt und es schien aber zu keiner Zeit, als würde einer Mannschaft das Unentschieden genügen, beide spielten weiter nach vorne und das endgültige 3:2 durch Nikita in der 2. Minute der Nachspielzeit war dann fast eine Kopie seines vorherigen Tores, auch wenn der Torwart noch den Ball berühren konnte und der Siegtreffer etwas glücklich im Tor landete. Es zeigt sich aber, dass es sich auszahlt, bis zum Schluss auf die eigenen Stärken zu vertrauen und was man aus dem Spiel lernen kann, ist es, dass man nach eigenen Toren hinten besser aufpasst, damit die Null dort noch sicherer steht. Aber so war’s eine spannende Partie mit Nikita als Man of the Match und alles in allem kann es gerne so weitergehen.



